Photovoltaikanlagen

Photovoltaik (PV)-Anlagen sind das Herzstück einer dezentralen Energieversorgung. Sie werden überrascht sein, wie einfach und schnell Sie selbst Strom erzeugen können, ohne die Umwelt zu schädigen und für viel weniger Geld, als wenn Sie ihn vom Stromversorger kaufen. Solarenergie kann zum Betrieb von Haushaltsgeräten, Wärmepumpen und zum Aufladen von Elektrofahrzeugen verwendet werden. Das Beste daran ist, dass Photovoltaikanlagen fast überall installiert werden können: auf dem Hausdach, dem Garagendach, einer modernen Terrassenüberdachung oder einer Fassadenverkleidung.

Die wichtigsten Elemente einer Photovoltaikanlage

Die Hauptbestandteile einer Photovoltaikanlage sind Photovoltaikmodule, ein Montagesystem und ein Wechselrichter. Zusätzlich benötigen Sie für Ihre Photovoltaikanlage spezielle Solarkabel (Stringleitungen), die den Solarstrom vom Dach zum Wechselrichter leiten, sowie Steckverbinder, Kabelkanäle und Elektromaterial für den Anschluss an das Hausnetz oder das öffentliche Stromnetz.

Wenn die Sonne scheint, erzeugen Photovoltaikanlagen (PV) Strom. Strom wird dagegen zu jeder Tageszeit benötigt. Um die Autarkie zu erhöhen, werden Photovoltaikanlagen heute mit Stromspeichern ausgestattet. Das Speichersystem speichert nicht nur Energie, sondern regelt auch die Nutzung der Energie durch einige ausgewählte Verbraucher. Dies ermöglicht eine möglichst effiziente Nutzung der Sonnenenergie.

Photovoltaik Komplettanlagen mit Stromspeicher

Wer wird von dieser Investition profitieren?

Die Leistung der installierten Anlage, der eigene Stromverbrauch und der Zeitpunkt der Nutzung des Stroms sind die drei Faktoren, die bestimmen, ob sich eine Anlage finanziell lohnt. Vor der Installation einer Photovoltaikanlage sollten Hausbesitzer kalkulieren, wie viel Strom sie in Zukunft im Durchschnitt verbrauchen werden – und zu welchen Zeiten. Denn ohne einen teuren Batteriespeicher steht der Solarstrom nicht zu jeder Tageszeit zur Verfügung. Mit Hilfe des Ertragsrechners der Stiftung Warentest können Interessierte ermitteln, ob sich eine Anlage wirtschaftlich rechnet.

Der Eigenverbrauch ist günstiger als die Nutzung des Stromnetzes

Anlagenbesitzer erhalten eine Einspeisevergütung für überschüssigen Strom, den sie nicht im eigenen Haus verbrauchen, sondern ins Netz einspeisen. Diese Vergütung wird jedoch im Rahmen des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2021 im Laufe des Jahres monatlich sinken. Anlagen zwischen 10 und 40 kWp erhalten am Ende des Jahres nur noch etwas mehr als sieben Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet, dass die Einnahmen deutlich unter dem derzeitigen Satz von 30 Cent pro kWh liegen, den der Energieversorger seinen Kunden in Rechnung stellt. Dadurch wird die Anlage umso wertvoller, je mehr das Unternehmen den Solarstrom nutzt.

Der Preis für eine Photovoltaikanlage

Eine Investition in eine Photovoltaikanlage ist immer eine langfristige Angelegenheit. Die Kosten amortisieren sich in der Regel nach einigen Jahren. Der Preis pro Kilowatt Leistung liegt derzeit zwischen 1.200 und 1.800 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) (kWp). Die Rentabilität ist bei größeren Anlagen höher als bei kleineren. Für eine kleinere Anlage mit einer Leistung von bis zu etwa 4 Kilowatt (kWp) und damit einer durchschnittlichen Stromproduktion von etwa 4.000 Kilowattstunden (kWh) ist mit Kosten von etwa 7.200 Euro (zzgl. MwSt.) zu rechnen, für eine Anlage mit einer Leistung von 10 kWp mit Kosten von etwa 12.000 Euro (zzgl. MwSt.).

Wer darf eine Photovoltaikanlage installieren?

Eine Solarstrom- oder Photovoltaikanlage (PV) kann theoretisch von jeder Privatperson oder jedem Unternehmen erworben werden. Allerdings hängt es im Einzelfall von Ihren Lebensumständen ab: Wenn Sie ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen, können Sie diese Entscheidung in der Regel allein treffen. Die (Mit-)Eigentümer einer Eigentumswohnung oder einer Mietwohnung müssen zustimmen, wenn Sie dort wohnen.

Wenn Sie eine steckerfertige Solaranlage auf dem Balkon anbringen wollen, brauchen Sie außerdem die Zustimmung der Eigentümer. Diese Plug-and-Play-Geräte können Sie ohne aufwändige Planung und Installation kaufen und nutzen. Solaranlagen, die auf oder an Gebäuden installiert werden, müssen dagegen zusätzliche technische und rechtliche Anforderungen erfüllen.

Theoretisch können die Solarmodule auch auf dem eigenen Dach installiert werden. Experten raten davon ab, weil die jahrzehntelangen Garantien der Hersteller eine fachgerechte Installation voraussetzen. Der Anschluss an die Gebäudeelektrik und das Stromnetz muss in jedem Fall an eine professionelle Elektrofirma delegiert werden.

Unterschiede zwischen Photovoltaik- und Solaranlagen

Wann ist die Investition in eine Photovoltaikanlage sinnvoll?

Ob eine Solarstromanlage das Richtige für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Zielen ab. Die Antwort lautet eindeutig ja, wenn Sie der Umwelt helfen wollen.

Photovoltaikanlagen sind aber auch aus rein finanzieller Sicht sinnvoll. Es ist heute üblich, einen Teil des auf dem Dach erzeugten Solarstroms für den Eigenverbrauch zu nutzen. Daher ist der Stromverbrauch ein entscheidender Faktor. Je mehr Solarstrom Sie direkt selbst verbrauchen, desto schneller macht sich eine Solaranlage bezahlt. Denn Strom, der auf dem Dach erzeugt wird, ist viel günstiger als Strom aus dem Netz. Übrigens: Mit Strom vom eigenen Dach können Sie Ihren Autarkiegrad erhöhen, d.h. Sie werden unabhängiger von Ihrem Stromanbieter.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Sie können den von Ihrer PV-Anlage erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeisen, wenn Sie ihn nicht verbrauchen. Im Gegenzug erhalten Sie eine Einspeisevergütung, die dazu beiträgt, dass die Anlage rentabel bleibt.